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Mehr Geld ab 2021

Ursprünglich sollte er nur ein Jahr lang erhoben werden – jetzt sind es fast 3 Jahrzehnte geworden.  Am 1. Januar fällt für rund 90 Prozent der Steuerzahler der Soli weg. Nur Besserverdiener und einige Unternehmen sind ausgenommen.

Erinnern wir uns:
Mit dem Soli sollten vor allem die Kosten der deutschen Einheit finanziert werden. Allein im vergangenen Jahr hat diese Ergänzungsabgabe zur Einkommenssteuer und Körperschaftssteuer fast 20 Milliarden Euro ins Steuersäckel gespült. Ab dem kommenden Jahr ist das nun anders. Der Bundestag hat sich 2019 auf die teilweise Abschaffung des Solis geeinigt – die Mehrheit der Steuerzahler profitiert.

 

 

Für wen wird beispielsweise der Soli abgeschafft und für wen nicht?

Die Abschaffung des Solis ist von Ihrer Einkommens- und Lebenssituation abhängig. Schon jetzt gelten Freibeträge beim Soli: Wer weniger als 972 Euro beziehungsweise 1.944 Euro als Paar verdient, muss den Zuschlag nicht entrichten. Ab 2021 gelten folgende Freibeträge

 

Singles:
Alleinstehende werden künftig erst ab einem Jahreseinkommen von rund 73.000 Euro brutto zur Kasse gebeten. Wer zwischen 73.000 und 109.000 Euro verdient, muss den Soli nur teilweise zahlen. Wer mehr verdient, muss den vollen Zuschlag bezahlen.


Paare ohne Kinder:

Wo genau die Freibetragsgrenze liegt, hängt davon ab, ob beide in der Partnerschaft verdienen oder nur eine/r. Bei nur einem Einkommen liegt der Freibetrag bei rund 136.000 Euro. Bis etwa 206.000 Euro muss der Soli teilweise gezahlt werden, darüber der volle Zuschlag. Wenn beide zu gleichen Teilen zum gemeinsamen Einkommen beitragen, wird der Soli erst ab rund 147.000 Euro Bruttoeinkommen auf die Einkommensteuer aufgeschlagen. Ab etwa 219.000 Euro brutto muss der volle Soli gezahlt werden.


Familien mit Kindern:

Hier kommt es auf die Zahl der Kinder an und inwieweit beide Partner zum Einkommen beitragen. Zum Beispiel muss bei einer Familie mit einem Einkommen und zwei Kindern bei einem Jahresbrutto unter 151.000 Euro kein Soli gezahlt werden. Beträgt das Einkommen bis zu 221.000 Euro, ist der Soli teilweise zu zahlen, darüber wird der volle Zuschlag fällig.

 


Anleger:
Für Anleger mit Kapitalerträgen zum Beispiel aus Zinsen, Dividenden und dem Verkauf von Aktien und Fonds gilt der bisherige Steuerabzug. Liegt der Ertrag über dem Sparerpauschbetrag von 801 Euro, muss neben der Abgeltungssteuer von 25 Prozent weiterhin 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag gezahlt werden.


Selbstständige:
Für Selbstständige gelten dieselben Freibetragsgrenzen wie für Angestellte. Auf die Vorauszahlungen an das Finanzamt wird der Soli also nicht berücksichtigt, sofern Sie weit von der Freibetragsgrenze entfernt sind. Die Vorauszahlungen bemessen sich an der Einnahmenhöhe aus 2019.  Wer dort über der Freibetragsgrenze lag, muss also den Soli zunächst weiter abführen. Sollte dies aufgrund der Corona-Pamdemie problematisch sein, stellen Sie einen Änderungsantrag beim Finanzamt, damit die Vorauszahlungen niedriger angerechnet werden.

 

 

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Hier geht es zum Soli-Rechner

 

 

Was ist die Milderungszone?

Wer knapp über einer Freibetragsgrenze liegt, soll nicht sofort voll zahlen müssen. Da das eine unfaire Belastung wäre, steigt der zu zahlende Soli-Betrag schrittweise an. Je mehr Sie also über der Grenze liegen, desto stärker werden Sie belastet.

 

Für und wider

Viele Unternehmer, Selbstständige oder gut verdienende Facharbeiter werden auch nach den Änderungen weiter belastet. So kommt vor allem aus der Wirtschaft massive Kritik. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat Verfassungsbeschwerde eingereicht. Der Bund der Steuerzahler unterstützt eine Musterklage gegen den Solidaritätszuschlag vor dem Bundesfinanzhof. Forderungen, den Soli ausnahmslos für alle abzuschaffen, hält der Ökonom Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft entgegen: „Das ist nach dieser Krise nicht mehr realistisch. Das wird vor allem die Vermögenden belasten, ist aber auch in Ordnung so.“