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Veröffentlicht am 18. Februar 2020

Eingeschrieben an der Uni Heidelberg, für Studienprojekte in Kopenhagen wohnen oder ein paar Monate in Mailand studieren – und das alles mit ein und demselben Studentenausweis? Ein gemeinsames Netzwerk von europäischen Universitäten soll’s möglich machen – ganz einfach und unkompliziert.

Die EU-Mitgliedstaaten wollen mit der Initiative „Europäische Universität“ den Studenten die Möglichkeit geben, einfach und unproblematisch ins Ausland zu gehen. Das Ziel: den europäischen Zusammenhalt stärken. Während der Pilotphase bis zum Jahr 2024 werden dafür 20 Europäische Netzwerke aus Universitäten gebildet.

Ein Beispiel für eines dieser Netzwerke heißt ECIU. Elf Universitäten mit insgesamt 207.000 Studierenden sind daran beteiligt – von Aalborg in Dänemark bis Trento in Italien. Bisher stehen 17 dieser Netzwerke fest, an ihnen sind 114 Hochschuleinrichtungen aus 24 Mitgliedstaaten beteiligt.

Die Einschreibung an einer Uni soll dann ausreichen, um an verschiedenen Universitäten in europäischen Ländern zu studieren. Man braucht nur einen Studenten- und Bibliotheksausweis, um sich an bestimmten Universitäten in ganz Europa ausbilden zu lassen.

Noch ein Programm – wirklich nötig?

Aber bieten Programme wie Erasmus oder der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) nicht schon genau das an? Jein – neben den klassischen Vorteilen eines Auslandsaufenthalts, wie der Verbesserung von Sprachkenntnissen und dem Kennenlernen einer neuen Kultur, bietet die Europäische Universität deutliche Vorteile, die sie von Erasmus und Co abheben.

Beispielsweise bleiben Austauschstudenten eines Landes oft in ihrer eigenen Blase und vernachlässigen den Kontakt zu anderen Nationen. Um dem entgegenzuwirken, sollen nicht nur die akademischen Leistungen der Studierenden beurteilt werden, sondern man will auch Noten für kulturelles Engagement verteilen.

Ein Punkt, der viele Studierende vor einem Auslandsaufenthalt zurückschrecken lässt, ist zudem die Dauer: In der Regel ist ein Semester Minimum. Wem sechs Monate zu lang sind, der soll darum sogar wochen- und projektweise, ohne Semesterzwang, ein neues Land entdecken können.

Weitere Vorteile des Programms sind:

  • ein einheitlicher Studienplan
  • Partnerbetriebe für Praktika
  • günstige Wohnmöglichkeiten
  • Zeugnis über europäischen Abschluss

Voraussetzungen für die Europäische Universität

Mit 85 Millionen Euro Gesamtbudget ist das Projekt nicht ganz billig. Da die Europäische Universität noch in den Kinderschuhen steht, muss viel getan werden: Eine intensive Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und gründliche Planungsarbeit sind Voraussetzung für eine gute Umsetzung. Der Enthusiasmus und das Engagement der Akteure dürfen nicht nachlassen. Der Bremer Uni-Rektor Bernd Scholz-Reiter meint gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Rückschläge werden sicher kommen. Wir dürfen dann aber nicht aufgeben. In der Gründung einer Europäischen Universität liegt eine große Chance.“

Bis das Projekt richtig startet und du dich bei einer Netzwerk-Uni einschreiben kannst, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen: Die Initiative „Europäische Hochschulen“ wird erst im Rahmen der nächsten EU-Haushaltsperiode zwischen 2021 und 2027 vollständig umgesetzt werden.

Foto: dpa/Picture Alliance

Der Beitrag Flexibel studieren in der EU erschien zuerst auf Der Sparkasseblog.

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