Der Hammer

Rund 6.000 Besucher lockt es jährlich an: das Wasserrad des ehemaligen Kupfer- und Messingwerks Kupfermühle. Es ist das Herzstück des Industriemuseums und aufgrund der aufwendigen Holzkonstruktion sehr empfindlich. Zuletzt konnte es nur noch eingeschränkt betrieben werden.

Den Erhalt des Industriemuseums und damit auch des Wasserrades gewährleistet ein Förderverein. Vorsitzender Gerd Pickardt: „Das Rad hatte einen ernsthaften Lager- und Wellenzapfenschaden. Damit es uns erhalten bleibt, war eine aufwendige Reparatur nötig. Dank der Nospa konnte diese von einem regionalen Unternehmen durchgeführt werden“. Das Wasserrad treibt den riesigen Hammer an, mit dem früher gearbeitet wurde. Wäre da nicht die Gummimatte dazwischen, würden 60 Tonnen auf den Amboß treffen – zuviel für den Museumsfußboden.

10.000 Euro hat der Vorstandsvorsitzende der Nospa, Thomas Menke, für die Instandsetzung überreicht. Die Mittel stammen aus den Zweckerträgen der Los-Sparen Lotterie. Menke: „Geschichte ist immer dann besonders spannend, wenn sie erlebbar ist. Das hat das Industriemuseum geschafft: Die Kupfermühle ist deutsch-dänische Industriegeschichte zum Anfassen“.

Die Kupfermühle dokumentiert die 350jährige Unternehmensgeschichte des ehemaligen Crusauer Kupfer- und Messingwerks. Erst in den 60iger Jahren wurde die Produktion dort stillgelegt. Das Mühlrad hatte schon in den dreißiger Jahren seinen Dienst aufgegeben. Der nun frisch restaurierte Nachbau war im Jahr 2008 wieder feierlich in Betrieb genommen worden.

 

Foto v.l.n.r.: Von der Nospa: Stiftungsmanagerin Katrin Stieglitz und Vorstandsvorsitzender Thomas Menke; Vom Industriemuseum der Vorsitzende des Fördervereins Gerd Pickardt und die wissenschaftliche Museumsleiterin Susanne Rudloff

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