Schnelles Internet an der Küste

Seit 7 Jahren ist die BBNG im südlichen Nordfriesland unterwegs, um die im Breitband-Mittelalter befindlichen Bürger mit einem Highspeed-Glasfaseranschluss an die Zukunft anzuschließen. Zu der Zeit ein schwieriges Unterfangen, denn Digitalisierung ist noch nicht salonfähig, es gibt keine Zweckverbände und keine Fördermittel.

 

Pionierarbeit

 

Unter der Führung von Ute Gabriel-Boucsein und einem kleinen Team startet die BBNG ihren Weg. Immer an der Seite – die regionalen und überregionalen Banken, sie glauben an das Projekt. Neben einer Finanzierung durch die Nord-Ostsee Sparkasse und die VR-Bank Westküste – jeweils flankiert durch Bürgschaften des Landes Schleswig-Holstein – und durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein wählt die BBNG den Weg einer Bürgerbeteiligung. Für die Region, von der Region. Der Weg ist nicht immer einfach und irgendwann sorgen Wettbewerb, Förderprogramme und die Treiber der Digitalisierung in den Märkten für ein Umdenken.

Anfang 2017 beschließt die BBNG, das Bürgerbeteiligungsmodell nicht weiter aktiv zu betreiben. Das Unternehmen stellt eine neue Marketingstrategie auf, erhält ein neues, frisches Erscheinungsbild und der Partner TNG punktet mit einem starken und hoch leistungsfähigen Angebot. Die BBNG geht in die Offensive und schnell voran.

 

Der Erfolg spricht für sich

 

Bis Ende 2018 werden 10 Gemeinden erfolgreich vermarktet und rund 3.200 Kunden dazu gewonnen. Immer an der Seite der BBNG – die Banken. Ute Gabriel-Boucsein: „Dieser neue Weg und das schnelle Handeln wäre ohne die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit den Banken nicht möglich gewesen. Wir haben immer gemeinsam nach Lösungen gesucht und die Banken haben uns mit kurzen Entscheidungswegen unterstützt.“

Das kleine Team der BBNG ist inzwischen angewachsen, die BBNG baut das aktive und passive Glasfasernetz ins Haus und vermarktet auch selbst. Am 1. Februar wurde die neue Internetseite live geschaltet – endlich ist der neue, frische Look der BBNG auch hier für alle sichtbar.

 

2019 rollt die BBNG ihr Netz auch auf Eiderstedt aus.

 

Seit Oktober 2018 hat die BBNG ein Büro in St. Peter-Ording und startet am 20. Februar mit der groß angelegten Vermarktung im Ort. Eine Besonderheit stellt hier die Vermarktung dar: Gut 90% von St. Peter-Ording sind sogenannte „schwarze Flecken“, also ganz gut versorgte Bereiche, die aber noch nicht so zukunftsfähig sind, wie ein Glasfaseranschluss der BBNG. Auch hier wird die BBNG ihr Netz ausbauen, wenn genügend Verträge geschlossen werden. Die restlichen Bereiche sind noch unterversorgt und werden dann vom Breitbandzweckverband südliches Nordfriesland ausgebaut. In der Kommunikation nicht ganz einfach, aber die BBNG stellt sich den Herausforderungen. Aktuell läuft noch die Vermarktungsphase in der Gemeinde Mildstedt bei Husum. Bis zum 28. Februar können sich die Bürger noch für einen Anschluss an die Zukunft entscheiden. Am 15. März beginnt dann bereits die Vermarktung in der Gemeinde Garding. Bis zum Sommer sollen sowohl in St. Peter-Ording wie auch Garding genügend Anschlussnehmer geworben sein, damit diese Gemeinden sich fit für die Zukunft aufstellen können.

Insgesamt hat die BBNG jetzt 20 Gemeinden im südlichen Nordfriesland erfolgreich vermarktet, die Hälfte ist bereits ausgebaut. Im Durchschnitt wurden rund 80% der Haushalte in diesen Gemeinden angeschlossen. Aber es ist nie zu spät, sich an das Glasfasernetz anschließen zu lassen, denn das Netz ist auf Zuwachs ausgelegt. Einige stellen eben jetzt erst fest, dass ein Glasfaseranschluss die Zukunft der Kommunikation ermöglicht. Die gute und engagierte Zusammenarbeit von BBNG, dem Kooperationspartner TNG und den Banken zeigt, dass auch privatwirtschaftliche Breitbandprojekte erfolgreich sein können.

 

Foto: v.l. nach r. Rolf Andresen (NOSPA), Kai Hansen (BBNG), Ute Gabriel-Boucsein (BBNG), Ole Singelmann
(Aufsichtsrat BBNG), Ocke Rickertsen (VR-Bank Westküste), Jens Grehm (VR-Bank
Westküste)

 

Über die BBNG
Die BürgerBreitbandNetz GmbH & Co. KG (BBNG) basiert auf einem kommunal initiierten Breitband-Ausbauprojekt im südlichen Nordfriesland. Die Kommunen in Nordfriesland haben früh erkannt, dass ihre Region nur zukunftsweisend versorgt werden kann, wenn sie selbst aktiv werden. So wurde 2012 die BBNG gegründet mit dem Ziel, eine flächendeckende Versorgung mit einem hochmodernen Glasfasernetz bis in jedes Haus umzusetzen. Während sich bis Ende 2017 auch noch Bürger an der Gesellschaft beteiligten, hat die BBNG sich dem Wettbewerb und Markt angepasst und baut nun ein passives und aktives Glasfasernetz ohne Bürgerbeteiligung. Mit dem Kooperationspartner TNG Stadtnetz GmbH bietet die BBNG nicht nur einen Glasfaseranschluss bis ins Haus, sondern Highspeed-Produkte wie Internet mit 1.000 Mbit/s im Download, Telefonflatrate und TV. Mit viel Engagement für die Region hat die BBNG bereits in 20 Gemeinden Baufreigaben, weil sich im ø rund 80% der Haushalte – mehr als 6.300 Kunden – für einen Glasfaseranschluss der BBNG entschieden haben. Davon sind bereits 10 Gemeinden komplett ausgebaut. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich auch im Internet über den Fortgang des Projektes und die einzelnen Inhalte informieren auf bbng.de.

Ansprechpartnerin:
Ute Gabriel-Boucsein, Geschäftsführerin
Telefon: 0 48 41 – 90 42 88 1
E-Mail: ugb@buergerbreitbandnetz.de

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Kommentare


Horst Furchtwangler schreibt am 08.05.2019 um 15:11 Uhr:

Man kommt sich in Nordfriesland teilweise vor wie eine Robbe, wenn es um Netzabdeckung geht. Wenn ich 2019 lesen muss das digitalisierung "noch" nicht Salongfähig ist, verliere ich den Glauben an unseren Technologiestandort


Antwort von Birthe Thiel, Pressesprecherin am 09.05.2019 um 11:14 Uhr:

Sehr geehrter Herr Furchtwangler, Sie haben recht. Es gibt leider noch einiges zu tun, deshalb unterstützen wir Initiativen wie diese hier.
Herzliche Grüße
Ihre Nospa